10 einfache Techniken zum Wassersparen im Garten
Artikel für:Alle Elternpflanzen
Inhaltsverzeichnis des Artikels
- #1: Wähle trockenheitsresistente Pflanzen
- #2: Den Gartenboden bearbeiten
- #3: Den Boden mit mineralischem Material mulchen
- #4: Gieße deine Pflanzen zur richtigen Zeit
- #5: Regelmäßig und reichlich gießen
- # 6: Im Freiland pflanzen
- #7: Mulden und Furchen graben, um Wasser zurückzuhalten
- #8: Ein System zum Gießen mit Tropfschläuchen installieren
- #9: Wasserrückhalter im Garten einsetzen
- #10: Schaffe Schatten für deine Pflanzen
Möchtest du aus ökologischen Gründen, aus Bequemlichkeit oder aufgrund von Einschränkungen der Präfektur weniger gießen? Befolge diese zehn einfachen Tipps, um im Garten Wasser zu sparen, ohne deine Gewohnheiten (allzu sehr) zu ändern.
#1: Wähle trockenheitsresistente Pflanzen

Die blühfreudige und widerstandsfähige Lavatera muss nur in Trockenperioden und bei großer Hitze gegossen werden – Foto von Maja Dumat / Flickr
Nicht alle Pflanzen haben denselben Bedarf. Der erste Schritt, um das Gießen im Garten zu reduzieren, besteht daher darin, Sorten anzupflanzen, die wenig Wasser benötigen.
Kakteen und Sukkulenten kommen in Wüstenregionen vor und können Wochen oder sogar Monate ohne einen Tropfen Wasser auskommen. Wähle im Garten Sorten mit hoher Winterhärte wie:
- der Spinnennetz-Johannisbart (Sempervivum arachnoideum);
- die Bergagave (Agave montana);
- die korsische Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites);
- die Opuntia engelmannii.
Entscheide dich auch für mediterrane Pflanzen wie Lavendel, der Gemeine Thymian (Thymus vulgaris), rosmarin (Salvia rosmarinus), Zistrose (Cistus) oder Lavatera. Im Freiland gepflanzt, benötigen die meisten dieser Stauden im ersten Jahr regelmäßige Wassergaben, danach nur noch in Trockenperioden.
Auch im Gemüsegarten kannst du Wasser sparen. Setze vor allem auf Wurzelgemüse (Kartoffeln, Möhren, Rote Bete): Ihr langsames Wachstum und ihr spärliches Laub benötigen weniger Ressourcen als Gurken, Lauch und Kohl. Pflanze daneben Kürbisse, Zucchini, Knoblauch und Schalotten. Die brauchen nicht viel. Und wenn du Spinat und Salat anbauen willst, warte auf den erneuten Regen und das Ende des Sommers oder den Beginn des Herbstes, bevor du die Aussaat vornimmst.
Und vergiss die saftig grünen Gärten! Rasen und Grünflächen sind echte Wasserschlucker! Wenn du um jeden Preis ein Stück Grün haben willst, auf dem du dich ausstrecken kannst, dann nimm lieber Klee – der hat eine hohe Winterhärte und ist weniger anspruchsvoll. Hast du schon einen Rasen? Mähe ihn hoch (zwischen 5 und 10 Zentimetern) und gieße ihn im Sommer nicht. Im Herbst, mit den ersten Regenfällen, wächst er wieder nach.
#2: Den Gartenboden bearbeiten

Ein bisschen Muskelkraft spart dir viel Wasser
Die Welt des Gärtnerns ist voller mehr oder weniger zweifelhafter Sprichwörter. Aber das Sprichwort, dasseinmal Hacken so viel wert ist wie zweimal Gießen, ist so weise wie ein Zitat von Konfuzius. Denn wenn du den Boden bearbeitest, reduzierst du deinen Wasserverbrauch.
Entferne zunächst die Kruste, die sich an der Oberfläche bildet, damit das Wasser besser eindringen kann. Jäte anschließend das Unkraut, damit es deinen Pflanzen nicht die Nahrung wegnimmt und nicht vom Gießen profitiert. Zum Schluss fügst du Kompost oder Dünger hinzu. Eine Verbesserung der Bodenqualität erhöht dessen Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern. Das Tüpfelchen auf dem i: Organisches Material (zum Beispiel Mist oder Kompost) wirkt wie ein Schwamm – es speichert Wasser, um es später wieder abzugeben.
#3: Den Boden mit mineralischem Material mulchen

Mulchen schützt die Pflanzen außerdem im Winter vor Kälte – Foto von Alfredo Medeiros / Pexels
Wenn du den Fuß der Pflanzen mit organischem Material mulchst, wird die Verdunstung eingeschränkt und der Boden bleibt kühler. Du musst also weniger oft gießen. Außerdem verhindert das Mulchen das Wachstum von Unkraut und sorgt dafür, dass das Wasser langsamer und effizienter in den Boden eindringt. Zwei weitere Vorteile, die helfen, den Aufwand beim Gießen zu reduzieren!
Für dein Mulchmaterial hast du die Qual der Wahl: Stroh, Grasschnitt, Laub, zerkleinertes Ast- und Zweigmaterial (BRF)… Wichtig ist, eine etwa zehn Zentimeter dicke Mulchschicht beizubehalten und daran zu denken, sie zu erneuern, wenn sie verrottet.
Vermeide es jedoch, den Fuß von Sukkulenten und Steingärten zu mulchen. Die Feuchtigkeit wäre für sie fatal!
#4: Gieße deine Pflanzen zur richtigen Zeit

Abends zu gießen hilft, die Verdunstung zu begrenzen – Foto von Emilio Labrador /Flickr
Wenn du das Gießen um ein paar Stunden vorverlegst oder verschiebst, kannst du Wasser sparen. Denn je heißer es ist, desto schneller verdunstet das Wasser und desto weniger Zeit hat der Boden, es aufzunehmen.
Wenn die Tage und Nächte heiß sind, gieße am besten abends. Wenn die Temperaturen abends sinken, gieße lieber morgens. So vermeidest du Pilzkrankheiten.
#5: Regelmäßig und reichlich gießen

Gieße immer am Fuß der Pflanze / Foto von Thirdman / Pexels
Pflanzen bevorzugen ein reichliches Gießen, wenn sie es brauchen, statt einer kleinen täglichen Wasserzufuhr. Du bist effektiver, wenn du tief gießt, sobald das Substrat ausreichend getrocknet ist, anstatt jeden Abend nach der Arbeit den gesamten Inhalt deiner Gießkanne in den Topf deines Zitronenbaum (Citrus x limon) zu leeren. Du weißt nicht, wann deine Pflanze Durst hat? Lade dir die Monstera-App herunter. Wir schicken dir eine Erinnerung, wenn es Zeit zum Gießen ist.
Wenn man im Garten Wasser sparen will, ist das Gießen nicht nur eine Frage der Häufigkeit, sondern auch der Technik. Gieße am Fuß der Pflanze. Es ist nicht nötig, die Blätter oder Blüten nass zu machen. Du würdest Wasser verschwenden und könntest die Bildung von Pilzen begünstigen.
Wenn möglich, gieße in zwei Schritten. Gieße zunächst leicht, immer am Fuß der Pflanze, um den Boden anzufeuchten. Komm zehn Minuten später zurück und gieße reichlich nach, damit das Wasser tief eindringen kann.
Beachte diese Regeln, wenn du dich umeine Topfpflanze kümmerst. Achte außerdem darauf, reichlich zu gießen, bis das Wasser durch die Drainagelöcher abfließt.
# 6: Im Freiland pflanzen

Wenn die Winterhärte es zulässt, pflanze die Pflanze lieber ins Freiland, wie bei dieser Kamelie – Foto von David Smith /Flickr
Im Freiland können Pflanzen ihr Wurzelsystem in die Tiefe ausdehnen, um leicht an Wasser zu gelangen. Außerdem profitieren sie von natürlichen Reserven, die in einem Kübel nicht vorhanden sind. Denn in einem Topf oder Pflanzkübel fließt das Wasser schnell durch die Drainagelöcher ab. Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du deinen Olivier (Olea europaea) oder deine Japanische Kamelie (Camellia japonica) also lieber im Freiland als im Topf pflanzen.
Musst du dich doch für einen Topf entscheiden? Wähle einen Topf, dessen Größe zu deiner Pflanze passt: Ist er zu groß, bleibt die Erde feucht und die Wurzeln faulen; ist er zu klein, speichert er nicht genug Feuchtigkeit und du musst öfter gießen.
#7: Mulden und Furchen graben, um Wasser zurückzuhalten

Furchen sehen zwar nicht besonders schön aus, können dir aber viel Wasser sparen / Famartin / Wikipedia
Denk daran, am Fuß deiner Sträucher und Bäume eine Mulde zum Gießen anzulegen. Bilde um den Wurzelballen herum einen zehn bis zwanzig Zentimeter hohen Erdwall. Wenn du gießt, fülle ihn mit Wasser. Da das Wasser zurückgehalten wird, verdunstet es langsamer und gelangt direkt zu den Wurzeln.
Wende dasselbe Prinzip im Gemüsegarten an und grabe Furchen zwischen deinen Pflanzen. Du musst dann nur noch Wasser in diese kleinen Kanäle gießen, um das Wurzelsystem effektiv zu bewässern.
#8: Ein System zum Gießen mit Tropfschläuchen installieren
Ein mit Löchern versehener Schlauch sorgt dafür, dass das Wasser tropfenweise austritt – Foto von Preston Keres /Rawpixel
Eine weitere Möglichkeit, Wasserverluste zu begrenzen und den Wasserverbrauch beim Gießen im Garten zu senken: Tropf-Gießsysteme. Indem sie kontinuierlich kleine Mengen Wasser zuführen, sorgen sie dafür, dass der Boden durchgehend feucht bleibt.
Je nach deinem Budget, der zu bewässernden Fläche und deiner Begeisterung für Technik kannst du Folgendes verwenden:
- Eine umgedrehte Flasche;
- Oyas;
- einen porösen Schlauch;
- Ein Bewässerungssystem, das an deinen Regenwassersammler angeschlossen ist.
#9: Wasserrückhalter im Garten einsetzen

Wasserrückhalter werden unter die Erde gemischt – Foto von Portaljardin /Needpix
Die neueste Innovation für Gärtner: Wasserrückhalter. Diese Kristalle, die als Gel, Kügelchen oder Körner verkauft werden, lassen sich in dein Substrat einmischen.
Die Kristalle wirken wie Schwämme. Sie speichern Wasser bei Regen und beim Gießen und geben es wieder ab, wenn der Boden trocken ist. Aber diese Technologie hat ihren Preis! Rechne mit etwa 10 Euro pro Quadratmeter Erde…
#10: Schaffe Schatten für deine Pflanzen

Du kannst die Schattennetze wieder entfernen, sobald die große Hitze vorbei ist – Foto von Prahla'd /Flickr
Es dreht sich nicht alles nur um die Wurzeln. Deinen Pflanzen etwas Schatten zu spenden, ist eine wirksame Methode, um die Wasserverdunstung zu begrenzen und dafür zu sorgen, dass der Boden weniger schnell austrocknet. Du kannst zum Beispiel deine Aussaat mit Kisten abdecken oder Schattennetze aufspannen, die du wieder abnimmst, sobald die Sonne nicht mehr so stark scheint.