Pflanzen, die für Katzen und Hunde giftig sind: Welche Sorten im Garten und in der Wohnung vermieden werden sollten
Artikel für:Alle Elternpflanzen
Nicht nur Ihr Ex oder Ihr Chef können giftig sein. Auch Ihre Monstera deliciosa kann eine Gefahr darstellen … für Ihre Katze oder Ihren Hund! Zwischen Blättern, die Erbrechen auslösen, Blüten, die Nierenprobleme verursachen, und Pflanzensaft, der die Schleimhäute reizt, ist es gar nicht so einfach, Pflanzen und Tiere unter einen Hut zu bringen. Um Ihnen zu helfen, Pflanzen und Tiere sicher miteinander leben zu lassen, haben wir einen Leitfaden mit giftigen Pflanzen, die Sie meiden sollten, und Sorten, die Sie bevorzugen sollten, zusammengestellt.
Was ist eine giftige Pflanze?

Die Monstera deliciosa gehört zu den für Hunde und Katzen giftigen Pflanzen – KI-generiertes Foto
Eine giftige Pflanze enthält chemische Substanzen (Alkaloide, Saponine, kardiotoxische Glykoside, Kalziumoxalate), die dem Organismus nach Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen schaden können.
Aber Vorsicht! „Ungiftig“ bedeutet nicht „essbar“ oder „risikofrei“. Wenn Ihre Katze eine Pflanze frisst, selbst wenn diese nicht giftig ist, kann es zu starkem Erbrechen kommen. Dies kann zu einer Reizung des Verdauungssystems und zu Dehydrierung führen.
Giftige Pflanzen: Die verschiedenen Gefahrenstufen für Haustiere
Nicht alle giftigen Pflanzen stellen das gleiche Gefahrenniveau dar:
- Manche Pflanzen sind nur schwach giftig und verursachen lediglich leichte, vorübergehende Verdauungsbeschwerden;
- Manche Arten sind mäßig giftig und können zu neurologischen oder Herzproblemen führen;
- Manche Sorten sind hochgiftig und können tödlich sein.
Aufgrund ihrer geringen Körpergröße reagieren Haustiere wesentlich empfindlicher auf giftige Substanzen als Menschen. Eine Pflanze, die für den Menschen als mäßig giftig gilt, kann somit für eine Katze oder einen kleinen Hund ein erhebliches Risiko darstellen. Schon eine geringe aufgenommene Menge kann schwerwiegende Folgen für ihren Organismus haben.
Die häufigsten giftigen Pflanzen im Garten
Die folgenden Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Überprüfen Sie immer die Giftigkeit einer Pflanze, bevor Sie sie verschenken oder in Ihr Zuhause holen. Um es Ihnen einfacher zu machen, hat die Monstera-App diese Informationen direkt in ihr Tool integriert. Auf jedem Pflanzensteckbrief geben wir an, ob die Sorte giftig oder tierfreundlich ist.
Der Oleander (Nerium oleander)
Dieser Strauch mit rosa, weißen oder roten Blütenhätte Napoleons Soldaten während des Spanienfeldzugs den Garaus machen können. Laut CAPAE Ouest ist die Giftigkeit des Nerium oleanderNerium oleander) verheerend: Bereits 2 oder 3 Blätter reichen aus, um einen 10 kg schweren Hund zu töten.
- Giftige Teile: alle Teile der Pflanze (Blätter, Blüten, Stängel und sogar das Schlammwasser);
- Auswirkungen: schwere Herzrhythmusstörungen, Erbrechen und in schweren Fällen der Tod;
- Betroffene Tiere: Hunde, Katzen, Nagetiere, Vögel und Pferde.
Die Lilie (Lilium)
Wir lieben die großen, duftenden Blüten der Lilie (Lilium), sei es im Beet oder als Strauß auf dem Couchtisch. Es sei denn, man hängt an seiner Katze. Bei Katzen kann bereits die Aufnahme eines winzigen Stücks oder sogar das Ablecken von Pollen vom Fell zu einem akuten, möglicherweise irreversiblen Nierenversagen führen. Hunde kommen dagegen in der Regel mit Verdauungsstörungen davon.
Nach Angaben des Tierkliniknetzwerks AniCura treten die ersten Symptome in der Regel 3 bis 6 Stunden nach dem Verzehrder Pflanze auf. Innerhalb der folgenden drei Tage kommt es bei Katzen jedoch zu einem Nierenversagen.
Maiglöckchen (Convallaria majalis)

Das Maiglöckchen ist eine hochgiftige Pflanze – Foto: Liz West / Wikipedia
- Giftige Teile: Blätter, Stängel, Blüten und rote Beeren enthalten unter anderem kardiotonische Glykoside;
- Auswirkungen: Erbrechen, verlangsamter Herzrhythmus und Krämpfe;
- Anfällige Tiere: Hunde, Katzen, Vögel.
Die weißen Glöckchen des Maiglöckchens (Convallaria majalis) bleiben auch als Schnittblumen giftig. Zudem ist die Giftigkeit der Pflanze so hoch, dass sogar das Wasser in der Vase für unsere Tiere gefährlich ist, wenn sie es trinken.
Der Rizinus (Ricinus communis)
Zwar machen die roten Blüten und das purpurfarbene Laub des Rizinus (Ricinus communis) ihn heute in manchen Gärten zu einer beliebten Zierpflanze, doch die Pflanze und das aus ihr gewonnene Öl haben einen schlechten Ruf.
- Giftige Teile: Die gesamte Pflanze enthält Ricin, eines der stärksten pflanzlichen Gifte der Welt. Die Konzentration ist in den Samen besonders hoch;
- Folgen: hämorrhagische Gastroenteritis, akuter Flüssigkeitsverlust und Tod;
- Anfällige Tiere: Hunde (die an den Samen kratzen und darauf herumkauen), Katzen und Nagetiere.
Rizinusschrot, das manchmal als Dünger oder zur Abwehr von Maulwürfen verwendet wird, ist ebenfalls giftig und hat die gleichen Auswirkungen wie die Pflanze.
Die Lantana (Lantana camara)
Mit ihren zweifarbigen Blüten ist die Lantana (Lantana camara) eine Augenweide, aber eine echte Gefahr für den Organismus. Nach Angaben der Französischen Gesellschaft für Notfallmedizin treten die ersten Anzeichen einer Vergiftung 2 bis 6 Stunden nach der Aufnahme auf.
- Giftige Teile und Auswirkungen: Das Laub und die Beeren der Lantana enthalten pentazyklische Triterpene (Lantaden A und B). Diese Substanzen verursachen schwere Leberschäden und eine Lichtempfindlichkeit der Haut;
- Anfällige Tiere: Hunde, Katzen, Schafe, Ziegen, Rinder und Nagetiere.
Efeu (Hedera helix)

Efeu stellt eine Gefahr für unsere Haustiere dar – Foto von Malicious monkey / Flickr
Auch wenn oft darüber diskutiert wird, ob Efeu die Mauern oder die Pflanzen, an denen er emporwächst, schädigt, herrscht Einigkeit darüber, dass er für unsere Haustiere giftig ist. Seine Blätter und Beeren enthalten Saponine, die bei Hunden und Katzen Verdauungsreizungen und Nervenstörungen verursachen.
Für Bienen ist der Efeu hingegen sehr nützlich. Er ist eine der letzten Pflanzen, die vor dem Winter blühen, und bietet ihnen willkommene Nektarquelle.
Azaleen und Rhododendren (Rhododendron)
Diese Heidekrautsträucher bezaubern uns mit ihrer farbenfrohen Blüte, doch ihre Blätter und Blüten enthalten Grayanotoxine. Bei Hunden oder Katzen führt deren Verzehr zu:
- Starke Verbrennungen im Mundraum;
- Erbrechen;
- Muskelparalysen;
- Tiefes Koma bei starker Aufnahme.
Nach Angaben des CAPAE Ouest reicht bereits die Aufnahme von nur einem bis zwei Japanische Azalee (Rhododendron japonicum) oder Rhododendron simsii (Rhododendron simsii) aus, um bei einem kleinen Hund schwerwiegende Beschwerden auszulösen.
Die Hortensie (Hydrangea macrophylla)
Die berühmten rosa, weißen oder blauen Blütenkugeln der die Hydrangea macrophylla (Hydrangea macrophylla) sind in unseren Gärten sehr verbreitet, doch sie bergen ein chemisches Geheimnis: Ihre Knospen, Blüten und Blätter enthalten Hydrangin.
- Zu beobachtende Symptome: akute Bauchschmerzen, Atemnot, Tachykardie und Muskelzittern;
- Anfällige Tiere: Hunde, Katzen, Kaninchen und Vögel.
Der Schweregrad hängt immer von der aufgenommenen Dosis im Verhältnis zur Körpergröße Ihres Haustieres ab.
Zyklamen (Cyclamen)

Zyklamen sind in Gärten und Grünanlagen weit verbreitet, sollten jedoch vermieden werden, wenn man Haustiere hält – Foto von Nils Weinander / Flickr
- Giftige Teile: die gesamte Pflanze, wobei die Gefahr jedoch hauptsächlich unter der Erde in den Knollen und Rhizomen liegt, die reichlich Cyclamin enthalten;
- Auswirkungen: Diese reizende Substanz verursacht Erbrechen, übermäßigen Speichelfluss, Krampfanfälle und Herzprobleme;
- Betroffene Tiere: Katzen und Hunde.
Beachten Sie, dass die verschiedenen Alpenveilchen-Arten (persicum, hederifolium, coum, purpurascens) für Menschen ebenso giftig sind. Wenn Sie mit kleinen Kindern zusammenleben, achten Sie darauf, dass diese die Blüten niemals in den Mund nehmen.
Frühlingszwiebeln (Tulpen, Hyazinthen)
Tulpen (Tulipa gesneriana), Narzissen (Narcissus) und Hyazinthen (Hyacinthus orientalis) kündigen im Garten den Frühling an, können aber auch einen Notfallbesuch beim Tierarzt erforderlich machen.
- Giftige Teile und Auswirkungen: Die Zwiebeln sind der giftigste Teil. Ihre Aufnahme kann zu Erbrechen, übermäßigem Speichelfluss und Verdauungsstörungen führen;
- Anfällige Tiere:Hunde und Katzen. Hunde sind am stärksten gefährdet, da sie gerne frisch gepflanzte oder aufgewühlte Zwiebeln ausgraben.
Giftige Zimmerpflanzen
Die Gefahr endet nicht an der Gartentür. Einige der Pflanzen, die in unseren Innenräumen oft sehr verbreitet sind, gehören ebenfalls zu den gefährlichsten.
Die Monstera, der Pothos, die Alocasia und alle anderen Araceae
Mit ihrem XXL-Laub, das mal grafisch geformt, mal gezackt ist, sind die Araceae die absoluten Königinnen unserer Wohnzimmer. Leider enthält ihr Saft Kalziumoxalat-Kristalle. Diese sind verantwortlich für starke Verbrennungen im Mundraum, übermäßigen Speichelfluss und Verdauungsstörungen.
Sie fragen sich, welche Pflanzen zu dieser Familie gehören? Fast alle, die Sie bereits im Gartencenter oder online gesehen haben:
- Monstera-Arten wie Monstera deliciosa, Monstera adansonii und Monstera ‚Burle Marx Flame';
- Philodendren wie Philodendron erubescens, Philodendron hederaceum und Philodendron pastazanum;
- Pothos wie die Sorten „N'Joy“, „Manjula“, „Neon“ oder „Marble Queen“ (Epipremnum aureum) und der gefleckte Pothos (Scindapsus pictus);
- Alocasien wieAlocasia zebrina, Alocasia ‚Black Velvet'oder ‚Black Ninja'(Alocasia reginula) oder Alocasia Jacklyn (Alocasia tandurusa);
- Syngonien wie Syngonium podophyllum oder Syngonium „Red Arrow“ (Syngonium erythrophyllum);
- Aglaonemas wie Aglaonema ‚Silver Queen'(Aglaonema commutatum) und Aglaonema ‚White Joy'(Aglaonema commutatum);
- Anthurien, wiedie Anthurium andraeanum, die Anthurium clarinervium unddie Anthurium scherzerianum; =
- Dieffenbachien, wie die Stumme (Dieffenbachia seguine) und die Dieffenbachia 'Green Magic' (Dieffenbachia oerstedii);
- Spathiphyllum (Spathiphyllum wallisii);
- ZZ-Pflanzen (Zamioculcas zamiifolia).
Die Yucca (Yucca)
Katzen mögen die Blätter der Yucca, die sie an Katzenminze erinnern. Sie sind jedoch giftig – Foto: Rawpixel
Wenn man sie so sieht, ahnt man schon, dass man sich besser nicht an die spitzen Blätter der Yucca heranwagen sollte. Aber wussten Sie, dass man sie auch nicht probieren sollte? Die Rinde und das Laub enthalten reizende Saponine. Die Aufnahme führt zu übermäßigem Speichelfluss, einem Absinken der Körpertemperatur (Hypothermie) und – speziell bei Katzen – zu Lähmungsphasen, die bis zum Koma führen können.
Schon die Aufnahme einer sehr geringen Menge kann ausreichen, und die Symptome treten erst bis zu 72 Stunden nach dem Knabbern auf.
Aloe vera (Aloe vera)
Pflanzenliebhaber schätzen ihre Rosette aus grünen Blättern und unsere Haut ihre Antioxidantien. Doch unsere Haustiere vertragen aloe vera nicht.
- Giftige Teile und Auswirkungen: Die Blattrinde enthält Aloin (einen gelben Milchsaft, der sich vom Gel unterscheidet). Diese Verbindung hat stark abführende Eigenschaften und verursacht schweren Durchfall und Erbrechen;
- Anfällige Tiere: Hunde und Katzen.
Das Gesundheitsministerium warnt zudem vor den Gefahren derAloevera für den Menschen. Bestimmte in der Pflanze enthaltene Substanzen könnten die DNA schädigen und krebserregend sein.
Der Croton (Codiaeum variegatum)

Eine weitere Pflanze, die man meiden sollte, wenn man eine Katze oder einen Hund hat: der Croton – Foto von D. Janssen / Plantnet
Die bunten Muster auf den ledrigen Blättern des Crotons (Codiaeum variegatum) erinnern manchmal an die Haut eines exotischen Reptils. Für Ihre Haustiere ist die Pflanze fast genauso gefährlich wie ihr Aussehen.
Ihr Saft in Form von weißem Latex wirkt stark reizend. Hautkontakt verursacht Verbrennungen, während die Aufnahme über den Mund zu Durchfall und tiefem Lethargiezustand führt. Da die genaue toxische Dosis unbekannt ist, gibt es kein Nullrisiko: Halten Sie die Pflanze daher außer Reichweite.
Die Amaryllis (Hippeastrum)
Die Schönheit der Blüten der Amaryllis (Hippeastrum) kann für Ihre Haustiere tödlich sein.
- Giftige Teile und Auswirkungen: Die gesamte Pflanze enthält Lycorin. Diese giftige Substanz verursacht bei Verschlucken schwere Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen, Blutdruckabfall, Appetitlosigkeit) und Zittern;
- Betroffene Tiere: Hunde, Katzen, Nagetiere.
Zwar ist die gesamte Pflanze giftig, doch ist die Lycorin-Konzentration in der Zwiebel besonders hoch.
Feigenbäume (Ficus)
Ob es sich nun um den berühmten Gummibaum (Ficus elastica), den Ficus benjamina, den Ficus retusa oder den derzeit sehr beliebten Ficus lyrata handelt – das Fazit bleibt dasselbe: Die Gattung Ficus ist giftig.
- Giftige Teile und Auswirkungen: Das Laub und die Stängel scheiden einen giftigen weißen Milchsaft aus. Die Aufnahme führt zu Erbrechen und Durchfall. Der Kontakt verursacht Reizungen der Mundhöhle und Augenverletzungen, wenn der Milchsaft in die Augen gelangt;
- Anfällige Tiere: Katzen, Hunde, Nagetiere und Vögel.
Katzen sind am anfälligsten für die Giftigkeit des Ficus. Bei Katzen kann die Pflanze darüber hinaus ein Gesichtsödem und Nierenschäden verursachen.
Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherima)

Wie der Croton gehört auch der Weihnachtsstern zur Familie der Euphorbiaceae / Foto: Liz West / Flickr
Die Euphorbia pulcherrima schmückt dank ihrer prächtigen, farbenfrohen Hochblätter traditionell unsere Heiligabendtische. Doch für unsere Haustiere ist der Weihnachtsstern wirklich kein Geschenk. Er gehört zur Familie der Euphorbiaceae: Alle Pflanzen dieser Familie enthalten einen reizenden Milchsaft, der bei Verschlucken zu starken Entzündungen im Mundraum, Übelkeit und Durchfall führt. Schon eine einfache Berührung reicht aus, um Reaktionen auszulösen.
Der Liebesapfel (Solanum pseudocapsicum)
Die kleinen, runden Beeren des Liebesapfels (Solanum pseudocapsicum) sehen mit ihren leuchtenden Farben ziemlich appetitlich aus … Doch wie der Apfel von Schneewittchen sind sie giftig …
- Giftige Teile und Wirkungen: die gesamte Pflanze, insbesondere die Beeren. Sie enthalten Solanin (ein giftiges Alkaloid);
- Wirkungen: Die Einnahme führt zu akuten Verdauungsstörungen, Nervenstörungen (Schläfrigkeit, Gleichgewichtsstörungen) und einer Verlangsamung der Herzfrequenz;
- Anfällige Tiere: Hunde, Katzen und Vögel.
Laut der Website des Tiergiftnotdienstes CAPAE Ouest treten die Symptome erst nach massiver Aufnahme auf.
Die Drachenbaum-Pflanze
Ihre Büschel aus langen Blättern sind in unseren Wohnräumen, im Büro und in Wartezimmern zu finden. Aber in der Praxis Ihres Tierarztes werden Sie wohl kaum eine Dracaena fragans oder eine Drachenbaum reflexa entdecken. Dieser palmenähnliche Strauch stellt eine Gefahr für unsere pelzigen Begleiter dar.
- Giftige Teile und Auswirkungen: Die Blätter und Stängel enthalten Saponine;
- Auswirkungen: Die Aufnahme dieser Fasern führt zu übermäßigem Speichelfluss, wiederholtem Erbrechen (manchmal mit Blutbeimengungen), Appetitlosigkeit und starker Lethargie. Bei Katzen führt eine Dracaena-Vergiftung sehr häufig zu einer auffälligen Pupillenerweiterung (Mydriasis);
- Empfindliche Tiere: Katzen und Hunde.
Kalanchoen (Kalanchoe)

Auch die Kalanchoe gehört zu den für Tiere giftigen Pflanzen – Foto von ImomovaM / Wikipedia
Bestimmte Kalanchoen, wie blossfelds Kalanchoe (Kalanchoe blossfeldiana), werden wegen ihrer leuchtenden Blüten gezüchtet, während andere, wie die Panda-Pflanze (Kalanchoe tomentosa), wegen ihres flaumigen Laubs angebaut werden. Sie alle stellen ein großes Risiko dar.
Tatsächlich enthält die gesamte Pflanze Bufadienolide. Ihre Aufnahme führt zunächst zu Verdauungsstörungen, die zu Herzproblemen (Herzrhythmusstörungen, Herzverlangsamung), Zittern und in den schwersten Fällen zu einem Herzstillstand führen können.
Zwar sind die meisten Sukkulenten harmlos, doch sollten Sie bei den Crassulaceae Vorsicht walten lassen: Kalanchoen, aber auch die Crassula ovata (Crassula ovata), sind nicht tierfreundlich.
Wie soll man reagieren, wenn eine giftige Pflanze gefressen wurde?
Wenn Ihr Tier übermäßig sabbert, sich erbricht, niedergeschlagen ist oder ein anderes Symptom aus der Liste zeigt, sollten Sie unverzüglich handeln. Greifen Sie auch ein, wenn Sie keine Anzeichen bemerken, aber wissen, dass es eine giftige Pflanze gefressen hat. Es kann mehrere Stunden dauern, bis die Beschwerden auftreten.

Im Zweifelsfall rufen Sie einen Tierarzt oder eine Giftnotrufzentrale an – Foto generiert durch KI
Die richtigen Maßnahmen, die Sie sofort ergreifen sollten
1. Beenden Sie die Aufnahme: Entfernen Sie das Tier sofort aus dem Bereich oder nehmen Sie die Pflanze weg. Entfernen Sie vorsichtig die verbleibenden Pflanzenreste aus seinem Maul, sofern es sich dies ohne zu beißen gefallen lässt;
2. Identifizieren Sie den Übeltäter: Bestimmen Sie die Pflanzenart genau. Im Zweifelsfall nutzen Sie eine App wie „Monstera“ oder schneiden Sie ein sauberes Stück der Pflanze ab, um es mitzunehmen;
3. Schätzen Sie die Menge ein: Machen Sie schnell ein Foto von den gefressenen Teilen oder den Resten der Pflanze. So können Tierärzte die aufgenommene Giftmenge einschätzen;
4. Rufen Sie Hilfe: Rufen Sie sofort Ihren Haus-Tierarzt oder die nächstgelegene Notfallklinik an. Dort wird man Ihnen sagen, was Sie bis zum Termin tun sollen.
Maßnahmen, die Sie unbedingt vermeiden sollten
In jedem Fall:
- Lassen Sie Ihr Tier nicht erbrechen, es sei denn, der Tierarzt weist Sie dazu an. Bestimmte Pflanzensäfte oder ätzende Substanzen können beim Erbrechen sekundäre Verätzungen verursachen;
- Geben Sie ihm weder etwas zu trinken noch zu fressen. Dies kann die Situation verschlimmern und den Übergang bestimmter Giftstoffe ins Blut begünstigen.
Telefonnummern der veterinärmedizinischen Giftnotrufzentralen
Ihr Tier hat eine Pflanze gefressen und Sie wissen nicht, ob sie giftig ist? Identifizieren Sie die Pflanze und rufen Sie eine tierärztliche Giftnotrufzentrale an:
- Das Giftnotrufzentrum für Tiere und Umwelt im Westen (CAPAE-Ouest) unter 02 40 68 77 40;
- Das Nationale Zentrum für veterinärtoxikologische Informationen (CNITV) unter 04 78 87 10 40.
Dozenten, Tierärzte und Tiermedizinstudenten werden Ihre Fragen kostenlos beantworten. Zögern Sie nicht, sich an sie zu wenden – die Identifizierung und Dokumentation von Vergiftungsfällen gehört zu ihren Aufgaben.
Welche Pflanzen eignen sich, wenn man einen Hund oder eine Katze hat?
Es ist durchaus möglich, Pflanzen und Tiere unter einem Dach zu halten. Hier finden Sie eine Auswahl an tierfreundlichen Pflanzen, die Sie nach Herzenslust pflanzen können.
Tierfreundliche Pflanzen für den Garten

Es gibt zahlreiche ungiftige Pflanzen für den Garten – KI-generiertes Foto
Im Außenbereich können Sie giftige Pflanzen ersetzen durch:
- Zitrusfrüchte (Citrus) wie den Zitronenbaum (Citrus x limon), den Orangenbaum (Citrus sinensis) oder den Mandarinenbaum (Citrus reticulata);
- Sträucher wie der Japanische Ahorn (Acer japonicum), der Palmenahorn (Acer palmatum), der Olivenbaum (Olea europaea) oder der Flieder (Syringa vulgaris);
- Blühende Pflanzen wie Primeln (Primula), Stiefmütterchen (Viola odorata), Ringelblumen (Calendula), Sonnenblumen (Helianthus annuus), Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) und Stockrosen (Alcea rosea);
- Blühende Sträucher wie die Japanische Kamelie (Camellia japonica), der Gartenhibiskus (Hibiscus syriacus) und Rosen (Rosa);
- Kletterpflanzen wie Passionsblumen (Passiflora) und Kletterrosen (Rosa sp.).
Haustierfreundliche Alternativen für den Innenbereich
Auch wenn Aronstabgewächse tabu sind, stehen Ihnen andere Arten offen. Hier sind einige Alternativen, die Sie je nach Ihren Vorlieben in Betracht ziehen können

Orchideen, Calathea, Zitruspflanzen … Sie haben die Qual der Wahl!
Von Servane Nemetz
am 16-10-2026 um 18:40
am 16-10-2026 um 18:40